„Tanklöschfahrzeug-Zwillinge“ verbinden auch kameradschaftlich

29. August 2021
Information Aktive Verein
Nicht nur das neue Einsatzfahrzeug verbindet die beiden Feuerwehren, sondern auch die Kameradschaft. Zur Segnung und offiziellen Indienststellung des TLF4000 der Feuerwehr Kemnath war die Marktleugaster Wehr mit dem „Zwilling“ angerückt.

 

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die beiden Fahrzeuge, jedoch aber nur rein optisch durch die Beklebung. Blickt man auf die technischen Details der beiden modernen und leistungsstarken Tanklöschfahrzeuge, so handelt es sich um „Zwillinge“. Zur Feierstunde anlässlich der offiziellen Indienststellung und Segnung des Tanklöschfahrzeugs „TLF4000“ der Feuerwehr Kemnath (wir berichteten) war die Feuerwehr aus dem oberfränkischen Marktleugast (Landkreis Kulmbach) mit dem baugleichen Fahrzeug in die Stadt mit dem „Tor zur Oberpfalz“ angerückt.

Auf die „erste Verbindung“ mit der Partnerfeuerwehr aus Marktleugast blickte der Kemnather Feuerwehrkommandant Peter Denz zurück. „Wir waren uns einig was wir wollen und für die Sicherstellung des Brandschutzes auch brauchen“, erörtert der Kommandant die Beschaffungs- und Planungsphase, bei welcher die beiden Feuerwehren konstruktiv in jeweiligen Gremien zusammenwirkten. Schließlich bekundete die Stadt Kemnath und die Marktgemeinde Marktleugast die „gemeinsame Beschaffung zweier Tanklöschfahrzeuge“.

Für Schutz und Sicherheit

Lediglich bei der „feuerwehrtechnischen Beladung nach örtlichen Erfordernissen und Bedürfnissen“ unterscheiden sich die beiden hochwertigen Tanklöschfahrzeuge. „Die Tanklöschfahrzeuge verfügen über eine umfangreiche Beladung für den Einsatz im abwehrenden Brandschutz sowie für kleinere technische Hilfeleistungen“, erklärt der Kemnather Kommandant. „Unter´m Strich haben sich beide Kommunen durch die gemeinsame Beschaffung Geld gespart und eine neue Partnerschaft gewonnen“, bilanziert Kemnath´s Bürgermeister Roman Schäffler. Durch die „interkommunale Zusammenarbeit“ erhielt jede Kommune 11.500 Euro Förderung obendrauf.

„Die Stadt Kemnath steht hinter der Feuerwehr“, bekannte Peter Denz, welcher seit nunmehr 30 Jahren im Amt als Feuerwehrkommandant ist, dankend. Seinen besonderen Dank richtete er an Bürgermeister Roman Schäffler, Altbürgermeister Werner Nickl, dem gesamten Stadtratsgremium und der Stadtverwaltung für das „einwandfreie Zusammenwirken und die Unterstützung sowie die richtigen Entscheidungen zum Schutz und zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger“ um welchen es letztlich in dieser verantwortungsvollen Position und im gesamten bei der Feuerwehr geht.

Partner- und Kameradschaft

Für die „sehr gute und reibungslose Zusammenarbeit“ bei dem gemeinsamen Projekt dankte der Marktleugaster Feuerwehrkommandant Hans Kögler. Zusammen mit weiteren Aktiven war er mit dem TLF4000 der Feuerwehr Marktleugast nach Kemnath gekommen und „zur Stärkung der Kameradschaft“ drei Fässer fränkisches Bier mitgebracht. „Als Konsoldierungsgemeinde ist die Anschaffung eines Feuerwehrautos ein Kraftakt“, erörterte zweiter Bürgermeister des Marktes Marktleugast, Martin Döring.

Aber durch die gemeinsame Beschaffung, welche auf „faire und gute Zusammenarbeit beruht“ und ein guter Anschaffungspreis erzielt wurde, „war es machbar“, so Döring. Bürgermeister Roman Schäffler, welcher die europaweite Ausschreibung der gemeinsamen Beschaffung erarbeitet hatte, gab bekannt, dass keine Kosten für jene Leistung auf die Marktgemeinde Marktleugast zukommen. In Vertretung für die Marktgemeinde und deren Bürgermeister dankte Martin Döring für die „außerordentliche Entlastung“ und das „großzügige Geschenk der Stadt Kemnath“. "Die Stadt Kemnath war und ist für uns ein Glücksfall", würdigte Döring.

Als Erinnerungsgeschenk gab es vom Kemnather Feuerwehrverein Kaffeetassen mit bild- und textlichem Aufdruck des Tanklöschfahrzeugs und des Feuerwehrlogos, welche Vorstand Marco Schäffler und Kommandant Peter Denz präsentierten. Auf dem Stadtplatz vor dem Kirchturm gaben die beiden „Tanklöschfahrzeug-Zwillinge“ ein imposantes Bild ab, ehe die leistungsstarken „Magirus-TLF“ die Frontwasserwerfer in Aktion zeigten.